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Mittwoch, 8. Juli 2015

Jam Action!

Das neue Humble Bundle enthält einen beeindruckenden Haufen an Gamedev Tools. Da konnte ich nicht nein sagen und habe sofort zugegriffen.
Aber das war nur eine kurze Randnotiz. Essenzieller ist der mit dem Bundle kooperierende Indie Game Making Contest.

Der Femal Link Jam ist seit zwei Monaten vorbei und ich fühle mich wieder bereit ein neues Projekt anzugehen. Ich verkünde hiermit offiziell am IGMC teilzunehmen! *dramtischePause
Das Thema des Jams ist Growth, dazu fällt mir was ein. Ich denke ich werde erneut einen Plattformer bauen, da sich der Aufwand, was Assets angeht, hier in Grenzen hält.
Da der Jam bereits gestern gestartet ist und ich bis zum 07.08 Klausuren schreiben und zur Gamescom muss, kann ich kein großes Projekt versprechen, aber ich werde wieder einmal mein bestes geben!

Jam on!

Mittwoch, 13. Mai 2015

Rückblick Female Link Jam

Der Jam ist vorbei, die Votes sind raus und der Würfel ist gefallen. Ohne weitere Umschweife hier der Link zu den Games.
Wer meinen Beitrag sucht, ich bin mit 2.99 von 5 Punkten auf dem 10ten von 20 Plätzen gelandet. Ein Ergebnis, mit dem ich alles in allem zufrieden sein kann.
Schade finde ich nur, dass gerade mal sechs Personen mein Spiel bewertet haben, also nicht mal alle Jam Teilnehmer es gespielt haben.

Ursprünglich hatte ich noch einen vierten Level geplant, den ich dann aus Zeitgründen streichen musste, habe aber ansonsten alles umgesetzt bekommen, was ich mir vorgenommen hatte.
Ich konnte aus dem einen Monat dauernden Projekt eine Menge Erfahrung mitnehmen. Gerade was Grafik, Zeitplanung und Level Design angeht, hatte ich noch so gut wie keine Erfahrungen vorzuweisen und werde das Gelernte definitiv im nächsten Projekt (das noch nicht geplant ist) anzuwenden wissen.

Nun aber weg von mir und hin zu den Beiträgen meiner Mit-Jammer.
Die Top 3 Titel, A Missing Link, Land of the Lost Leaves und Hotline Hyrule kann ich ohne zu zögern unterschreiben. Jeff hat die Zelda Thematik wunderbar auf den Stil von Hotline Miami umgemünzt, Scott baute eine Menge Ideen in Lost Leaves ein und machte es damit immer interessant etwas neues zu entdecken.
Sean hat die Idee des Jams so gut umgesetzt wie kein Zweiter. Ohne die Gleichberechtigungskeule auszupacken und alle etablierten Muster niederzuknüppeln, schafft er es die Sexismus Debatte aufzugreifen (die ich selber bewusst vermieden habe) und bestehende Probleme zu kritisieren. A Missing Link ist ganz eindeutig das gewagteste, aber auch am besten gelungene Spiel des Jams.

Neben den Top 3 möchte ich auch Hyrule Arena und The Zelda within lobend erwähnen. Ersteres bietet zwar kaum Inhalt ist aber sauber umgesetzt und ist durch den Arcade Charakter recht motivierend.
Letzteres bietet den krassen Gegenpol. Als Mashup verschiedenster Games, strotzt es gerade zu vor Ideen und Inhalt, leidet aber an einer Vielzahl stilistischer Probleme. Die Kamera nimmt nur selten einen günstigen Winkel ein, Kollisionsabfrage und Physik wirken wie Provisorien und den aus verschiedenen Assets zusammengeklaubten Grafiken sieht man ihre Inkohärenz von weitem an.

Von diesen Titeln abgesehen ist das Teilnehmerfeld leider mit unfertigen und nicht erwähnenswert minimalistischen Spielen dicht besetzt. The Synd Rupees, Linkles Archery Training u.Ä. sind nicht mehr als Prototypen. Zeldish und Take This haben zwar gute Ideen, machen dann aber nichts daraus.
Besonders schade ist das bei The Blessings of the Goddesses und The Legend of Hylia, die im vorhandenen Rahmen wunderbar funktionieren und auf mehr hoffen lassen.


Abschließend kann ich sagen, dass ich eine Menge Spaß mit dem Jam hatte. Ich habe wichtige Lektionen für meinen weiteren Weg gelernt und durfte ein paar Gute Spiele quasi aus erster Hand erleben.
Wenn ich mal wieder auf einen schönen Jam aufmerksam werde, bin ich gewillt wieder dabei zu sein.

Zuletzt wünsche ich noch eine schöne Woche.
Ciao ciao!

Mittwoch, 25. März 2015

#FemaleLinkJam

Das heutige Thema weicht ein bisschen vom üblichen Kanon ab, denn es geht heute nicht um das Konsumieren von Videospielen, sondern um das kreieren solcher.
Es geht um den kommenden Mittwoch startenden Female Link Jam, in dem die Teilnehmer dazu aufgefordert sind, The Legend of Zelda mit einem weiblichen Hauptcharakter neu zu interpretieren.
Da ich sowieso an einem Konzept für ein kleines Game gearbeitet habe und ich die Idee doch ganz nett finde, habe ich mich entschieden teilzunehmen.

Leider ist das Internet im Moment ziemlich aus dem Häuschen, was Geschlechterrollen in Videospielen angeht.
Mancher sprang auf den Zug auf und erklärt nun, dass es Zeit für Nintendo ist einen weiblichen Link zu veröffentlichen und diese Fan-Art Idee in die Realität umzusetzen (Beispiel). Damit wiederum fühlten sich Leute auf den Plan gerufen zu hinterfragen, warum man überhaupt ein existierendes Franchise verändert anstatt einfach ein eigenes zu erschaffen (hier und hier).
Da ich mich nun aktiv in das Geschehen einmische, sehe ich mich gezwungen mein eigene Meinung darzulegen, was ich in Form dieses Posts tue.

Ich stimme beiden Seiten zu gewissen Teilen zu. Dem Video von PBS Game/Show stimme ich insofern zu, dass das Zelda Universum ohne Probleme eine Iteration mit einem weiblichen Charakter zulässt. Ich stimme ihm auch darin zu, dass man mit einem Geschlechtertausch ein wenig Abwechslung in das Franchise bringen könnte, wobei ich allerdings anmerke, dass TLoZ seit jeher sehr abwechslungsreiche Iterationen hervorbringt und jeder neue Titel, auch mit einem männlichen Link, keineswegs angestaubt ist.

Dem Blog-Artikel gebe ich in seiner Kernaussage recht, dass man Künstler nicht zu bestimmten Entscheidungen drängen sollte, weshalb ich auch der Meinung bin, dass Nintendo, oder vielmehr die verantwortlichen Designer, ganz selber entscheiden sollen, ob und wie sie eine weibliche Link Version einführen wollen.

Dem Video von MundaneMatt muss ich insofern recht geben, als dass eigene Kreationen definitiv Neuinterpretationen überlegen sind, allerdings scheint MundaneMatt einen sehr wichtigen Punkt zu ignorieren, nämlich den, dass wir von einem Game Jam reden.
Ein Game Jam ist und war nie dazu gedacht die neusten Top Seller zu produzieren und die Weltherrschaft an sich zu reißen. Ein Jam ist viel eher mit einem Fan-Art Contest zu vergleichen.
Die Teilnehmer, wie auch ich, versuchen nicht reich und berühmt zu werden, sondern Spaß am kreieren zu haben und ein wenig Erfahrung für das nächste ernsthafte Projekt zu sammeln.
Dass er den Female Link Jam mit Fifty Shades of Grey vergleicht und sich darüber lustig macht, dass der Preis für den Gewinner lediglich ein gerahmtes Fan-Art eines nicht genannten Künstlers sein wird, zeigt, dass MundaneMatt nicht klar ist warum der Jam veranstaltet wird.

Ich fasse meine Meinung also nochmal zusammen:
Wenn Nintendo ein Spiel mit einem weiblichen Link machen will, cool for me. Aber sie müssen das nicht machen, weder für Gender Equality, noch um ihr Franchise interessanter zu machen.
Ich denke, dass nicht jedes Spiel ein originelles Meisterstück sein muss. Gerade Anfänger und Amateure, wie ich nun mal einer bin, sollten zunächst ein kleineres Projekt angreifen um Erfahrung mit der Materie zu sammeln und da darf man durchaus etwas Bekanntes kopieren.

People are upset because they think #femalelinkjam is some big social commentary. Just have fun making/playing games, I can't wait.” - @GDultima via Twitter


P.S. Wenn mir kein besseres Thema einfällt ich der Meinung bin es sei angebracht, werde ich den kommenden Monat einen Statusbericht zum Projekt hier einstellen. Anfang Mai, wenn der Jam vorbei ist, gibt es auf jeden Fall ein kleines Resümee.