Mein Post über Challenges und Archievements von letztem Jahr, macht meine Einstellung gegenüber Herausforderungen deutlich. Essentiell ist, dass ein Erfolg bedeutungsvoll sein muss, ein Ereignis auf das man noch Jahre lang zufrieden zurück blickt.
Hobbylose, Stalker und aufmerksame Leser werden vielleicht schon bemerkt haben, dass in meinem Pile of Shame die 300% an der Metroid Prime Trilogy durchgestrichen ist.
Nun, ich habe mich entschlossen die, Anfang des Jahres ausgesprochene, Challenge, alle drei Metroid Teile auf 100% zu spielen (inklusive aller Scans), abzubrechen.
Ich habe mich mit dieser Challenge absolut verrückt gemacht; habe, in der Angst etwas zu übersehen, jeden Winkel von Metroid Prime 2 abgescannt und jeden Raum mehrfach auf versteckte Items überprüft.
Dieses akribische Abarbeiten hat mich gut ein Fünftel meiner Spielzeit gekostet und letztlich fehlte mir doch ein Scan, für den ich das Spiel noch einmal bis etwa zur zehnten Stunde hätte spielen müssen.
Den ersten Teil hatte ich vor einigen Jahren bereits gespielt und konnte fast alle Items und Scans quasi aus der Erinnerung einsammeln. Für den zweiten Titel fehlte mir dieser entscheidende Vorteil und aus einem ausführlichen Playthrough wurde eine arbeitsintensive Suchaktion, die eher Geduldsprobe als Herausforderung bedeutete.
So viel zum Kontext. Worum es mir heute geht ist das Abbrechen.
Das Obige ist ein Paradebeispiel für das Abbrechen. Ich habe nicht aufgehört, weil das Spiel zu schwierig war. Im Gegenteil. Es wäre einfach gewesen. Ich hätte nur fast alles noch mal machen müssen, dann wäre die Challenge im Sack.
Ich habe aufgehört, weil ich erkannt habe, dass ich mich verschätzt hatte. Ich dachte ich müsse beim Spielen gut aufpassen und alles auf dem Weg einsammeln. Letztlich ging es aber eher um Zeitaufwand als um Können. Das Ziel verlor seine Bedeutung, gleichzeitig erkannte ich den höheren Aufwand, den ich entrichten musste um es zu erreichen.
Das Ziel war mir den Preis nicht wert, deshalb habe ich abgebrochen.
Abbrechen ist nichts schlimmes. Es bedeutet eine falsche Entscheidung zurück zu nehmen.
Faulheit wiederum, wie ich sie in meiner Ico & SotC Challenge gezeigt habe, sollte man los werden, wenn man mit dem Mund mehr als nur Wind erzeugen möchte.
Deshalb auch der aktuelle Fokus auf die Challenge zu Valkyria Chronicles.
Wenn alles glatt läuft, sollte ich diese übrigens bis nächste Woche beendet haben.
Dann ist es auch endlich Zeit für den fünften Teil (habe Fire Emblem Awakening post scriptum zum vierten Teil erklärt) von Turn Based Strategy I ♥ you so much! (Ich erkläre hiermit „TBSI♥Y” zum offiziellen Kürzel), in dem ich mich, ausführlicher als es bisher geschehen ist, mit dem Spiel und dessen DLC auseinander setzen möchte.
Das war ein langer Satz.
Bis nächste Woche,
TG
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Mittwoch, 21. Oktober 2015
Sonntag, 11. Oktober 2015
41. Kalenderwoche 2015, Blog zum Sonntag
Es ist mal wieder so weit, ich muss mal wieder meinen Blog ohne News Material zu füttern. Also, dann berichte ich doch mal in ein paar knappen Sätzen, von meinen Fortschritten bezüglich der Valkyria Chronicles Challenge, die ich vor rund drei Monaten geworfen habe.
Mein Start war ehrlich gesagt etwas holprig und ich habe Juli und August nur eine Handvoll Stunden gespielt. Das lag vor allem daran, dass ich mich (wie eh und je) mit der Anzahl an Spielen, die ich gleichzeitig spiele, völlig übernommen habe.
Nachdem ich Metroid Prime 2, und nun auch MGSV, beendet hatte habe ich mich zusammengerissen um systematisch die Anzahl meiner Spiele zu verringern.
Ich habe es geschafft aktuell nur Valkyria Chronicles und Final Fantasy IX (auf der Vita, für Unterwegs) zu spielen.
Selbst meinen Sm4sh Bros (!!!) Konsum konnte ich auf 1-2 Stunden pro Woche reduzieren (zugegeben, das Schreiben dieser Zeile schürt erneutes Verlangen... vielleicht übe ich später beim Plauschangriff ein paar Float Cancels und QFRs... („das ist die letzte Zigarette. Danach höre ich auf, versprochen!”)).
Ich bin fest entschlossen mit Metroid Prime 3 erst dann anzufangen, wenn die Challenge zuende ist!
Nun aber zur Challenge selber.
Seit ich meine Form gefunden habe, läuft es erstaunlich gut. Ich habe den ersten Playthrough zu gut zwei Dritteln abgeschlossen (man muss das Spiel unumgänglich zweimal durchspielen um auf 100% zu kommen), und obwohl ich mir (da im zweiten Lauf alles einfacher ist) nicht so richtig viel Mühe gegeben habe, habe ich bis her alle Missionen mit Höchstwertung abgeschlossen.
Letzte Woche habe ich mir sogar die rund zwei Stunden Zeit genommen, alle Persönlichkeitsprofile frei zu grinden (so weit es bis hierher möglich ist jedenfalls).
Alles in allem blicke ich sehr zuversichtlich auf die laufende Challenge. Ich habe mir die nötige Denkweise angeeignet, um sie diesen oder nächsten Monat zu beenden. Das Zeitlimit Juli 2016 schreckt mich keineswegs.
Bis dann, TG
Mein Start war ehrlich gesagt etwas holprig und ich habe Juli und August nur eine Handvoll Stunden gespielt. Das lag vor allem daran, dass ich mich (wie eh und je) mit der Anzahl an Spielen, die ich gleichzeitig spiele, völlig übernommen habe.
Nachdem ich Metroid Prime 2, und nun auch MGSV, beendet hatte habe ich mich zusammengerissen um systematisch die Anzahl meiner Spiele zu verringern.
Ich habe es geschafft aktuell nur Valkyria Chronicles und Final Fantasy IX (auf der Vita, für Unterwegs) zu spielen.
Selbst meinen Sm4sh Bros (!!!) Konsum konnte ich auf 1-2 Stunden pro Woche reduzieren (zugegeben, das Schreiben dieser Zeile schürt erneutes Verlangen... vielleicht übe ich später beim Plauschangriff ein paar Float Cancels und QFRs... („das ist die letzte Zigarette. Danach höre ich auf, versprochen!”)).
Ich bin fest entschlossen mit Metroid Prime 3 erst dann anzufangen, wenn die Challenge zuende ist!
Nun aber zur Challenge selber.
Seit ich meine Form gefunden habe, läuft es erstaunlich gut. Ich habe den ersten Playthrough zu gut zwei Dritteln abgeschlossen (man muss das Spiel unumgänglich zweimal durchspielen um auf 100% zu kommen), und obwohl ich mir (da im zweiten Lauf alles einfacher ist) nicht so richtig viel Mühe gegeben habe, habe ich bis her alle Missionen mit Höchstwertung abgeschlossen.
Letzte Woche habe ich mir sogar die rund zwei Stunden Zeit genommen, alle Persönlichkeitsprofile frei zu grinden (so weit es bis hierher möglich ist jedenfalls).
Alles in allem blicke ich sehr zuversichtlich auf die laufende Challenge. Ich habe mir die nötige Denkweise angeeignet, um sie diesen oder nächsten Monat zu beenden. Das Zeitlimit Juli 2016 schreckt mich keineswegs.
Bis dann, TG
Mittwoch, 15. Juli 2015
Ein Lieblings-Game noch mal zocken + Challenge
Ich will nicht lange um den heißen Brei herum reden. Zum Summer Sale habe ich mir endlich die Steam Version von Valkyria Chronicles zugelegt. Ich habe mich entschlossen mir nun die Zeit zu nehmen um das Spiel die kommenden Wochen/Monate wieder zu spielen.
Es ist länger her, dass ich diesen hervorragenden Titel zuletzt gespielt habe und auch die diversen DLC, die ich auf der Ps3 Version ausgelassen hatte, möchte ich endlich zu Gesicht bekommen.
Valkyria Chronicles ist ein Spiel das ich feiere, das ich ohne zu zögern in jede Topliste schreiben würde und das ich jedem empfehlen, der auch nur entfernt vom Genre ist.
VC ist dieses eine Spiel aus Tausend, bei dem man glaubt, man wisse woran man ist und dann positiv überrascht wird.
Kürzlich habe ich mal wieder über das Dasein als Gamer und den Sinn des Lebens philosophiert und mir ist klar geworden, dass nicht die Menge der gezockten Games meine Glückseligkeit definiert, sondern die Qualität der Zeit, die ich spielend verbrachte.
Und nachdem ich die letzten Monate viele, zum Teil durchwachsene, Games gespielt und mich öfter als nötig über den Lag in Smash Bros aufgeregt habe (arghhh!), möchte ich mir wieder die Zeit nehmen, einfach mal gut zu zocken.
Da ich jedoch ohne anständigen Twist nun mal nicht ich wäre, sage ich eine neue Challenge an. Ich werde mir den lang gehegten Traum erfüllen das Spiel auf der höchsten Schwierigkeit auf 100% zu spielen. Damit ich diesmal konzentriert bei der Sache bleibe und nicht monatelange Pausen einschiebe, setze ich mir ein (großzügiges) Zeitlimit von einem Jahr. Ich runde auf Mittwoch ab und setze den 13. Juli 2016 als Deadline.
Top. Die Challenge. Gilt!
Edit: Challenge abgeschlossen am 15. November 2015
Es ist länger her, dass ich diesen hervorragenden Titel zuletzt gespielt habe und auch die diversen DLC, die ich auf der Ps3 Version ausgelassen hatte, möchte ich endlich zu Gesicht bekommen.
Valkyria Chronicles ist ein Spiel das ich feiere, das ich ohne zu zögern in jede Topliste schreiben würde und das ich jedem empfehlen, der auch nur entfernt vom Genre ist.
VC ist dieses eine Spiel aus Tausend, bei dem man glaubt, man wisse woran man ist und dann positiv überrascht wird.
Kürzlich habe ich mal wieder über das Dasein als Gamer und den Sinn des Lebens philosophiert und mir ist klar geworden, dass nicht die Menge der gezockten Games meine Glückseligkeit definiert, sondern die Qualität der Zeit, die ich spielend verbrachte.
Und nachdem ich die letzten Monate viele, zum Teil durchwachsene, Games gespielt und mich öfter als nötig über den Lag in Smash Bros aufgeregt habe (arghhh!), möchte ich mir wieder die Zeit nehmen, einfach mal gut zu zocken.
Da ich jedoch ohne anständigen Twist nun mal nicht ich wäre, sage ich eine neue Challenge an. Ich werde mir den lang gehegten Traum erfüllen das Spiel auf der höchsten Schwierigkeit auf 100% zu spielen. Damit ich diesmal konzentriert bei der Sache bleibe und nicht monatelange Pausen einschiebe, setze ich mir ein (großzügiges) Zeitlimit von einem Jahr. Ich runde auf Mittwoch ab und setze den 13. Juli 2016 als Deadline.
Top. Die Challenge. Gilt!
Edit: Challenge abgeschlossen am 15. November 2015
Mittwoch, 3. September 2014
Challenges und Achievements
Vergangenes Wochenende habe ich eine persönliche Challenge, nach mehreren Monaten inkonsequenten Zockens, endlich abgeschlossen. Ziel darin war es, die Team ICO HD Collection auf 100% zu spielen, sprich alle Achievements in ICO und in Shadow of the Colossus an mich zu reißen.
Grund genug, mich mit der Frage auseinander zu setzten, welcher Anreiz überhaupt hinter Achievements steckt und warum manche Leute (wie ich) sich sogar selbst Aufgaben ausdenken, um ihren voll gestopften Alltag noch weiter zu füllen.
Achievements wirken auf den ersten Blick wie unwichtiges Füllwerk, und genau das sind sie auch, wenn ich es mir recht überlege! Durch ein paar schnell zusammen gezimmerte Trophäen lässt sich die potentielle Spielzeit ohne große Mühen und Entwicklungskosten um ein ganzes Stück strecken.
Wem es zu doof ist 200 Tauben zu erschießen oder mit jedem einzelnen Charakter den Arcade Mode durch zu spielen, der kann nach dem Abspann das Spiel einfach abschalten ohne etwas zu verpassen.
Wer wiederum gerne noch länger spielen will, weil ihm das Spiel so gut gefallen hat (oder die Spielzeit so lächerlich kurz war), der bekommt ein einfaches Mittel in die Hand gelegt noch mehr Zeit zuverschwenden verbringen.
Als nettes Beiwerk bekommt man Gamerscore oder Psn Level, eine Pseudo-Belohnung, die nicht im Geringsten von Nutzen ist und trotzdem ein gutes Gefühl in der Magengegend verursacht.
Aber ich tue den virtuellen Errungenschaften ein wenig Unrecht. Natürlich sind Achievements nicht die Essenz des Zockens, ohne die Videospiele gar nicht mehr vorstellbar wären.
Darum geht es auch gar nicht, sondern es geht darum Freude zu haben.
Manche Dinge möchte man einfach machen, weil man die Idee gut findet oder weil man wissen möchte ob man das Durchhaltevermögen hat.
Es ist doch egal, ob ich jetzt einen Marathon laufen will oder ob ich versuche Mirrors Edge in einer Stunde durch zuspielen. Beides erfordert Training und Konzentration über einen langen Zeitraum. Beides sind Herausforderungen, die nicht jeder schafft und auf deren Abschluss man durchaus Stolz sein kann.
Und da haben wir einen sehr wichtigen Punkt, der gute Achievements von schlechten Unterscheidet. Sind sie eine echte Herausforderung? Eine für die man ausdauernd oder besonders gut sein muss? Oder sind sie einfach nur mit Arbeit verbunden?
Mit einer Komplettlösung die Hundert Federn in Assassins Creed 2 zu sammeln ist langweilig.
Aber wie sieht es damit aus, alle Level in Super Meat Boy mit A+ abzuschließen? Das ist ziemlich schwierig! Das schafft man nur wenn man wirklich gut ist und die Zähne zusammenbeißt.
Auf keiner LAN wurde je damit geprahlt alle Federn in AC 2 gesammelt zu haben (zumindest hoffe ich das), aber Super Meat Boy kann man in einer hitzigen Diskussion über Skill durchaus auf den Tisch bringen.
Am Ende bleibt es aber jedem selber überlassen, was er als erreichenswert erachtet und was nicht.
Ich hatte viel Spaß mit meiner Team ICO Challenge und bin stolz darauf sie durchgezogen zu haben, genauso wie ich stolz auf die Smash Bros (The Fanboy Guy again) Medaille, die ich auf der Gamescom erstritten habe.
Andere sind stolz darauf in Call of Duty einen KD von über 2 zu haben oder Dark Souls ohne zu sterben gespielt zu haben.
Moment mal, ich bin noch nicht darauf eingegangen, wie man so eine Challenge überhaupt durch zieht.
Jeder Depp kann sich eine Challenge ausdenken und sie dann nicht machen. Ein Beispiel: Alle Quests und Dungeons in Skyrim auf höchster Schwierigkeit schaffen, ohne die Schnellreise- oder die Wartefunktion zu benutzen und ohne Auto-Save.
Eine Challenge für eine Legende, aber wie bringt man sich dazu nach einer Woche nicht abzubrechen, sondern am Ball zu bleiben? Hier ein paar Punkte dazu:
1. Das Ziel eindeutig definieren und einen Handlungsablauf aufstellen.
Man sollte genau wissen wo man hin will und wie man hin kommt, damit man immer weiß, was der nächste Schritt ist.
Die Challenge, wie ich sie oben beschrieben habe, ist schon ziemlich klar strukturiert, aber wie sieht es mit Sonderfällen aus: muss ein Quest der mehrere Enden hat mehrmals gespielt werden? Dürfen Komplettlösungen benutzt werden?
Und wie sieht es mit der Spielabfolge aus? Werden Quests und Dungeons Gebiet nach Gebiet abgegrast um Laufwege zu minimieren oder werden zusammenhängende Quests am Stück gespielt für mehr Übersichtlichkeit? Welche Skills werden gelevelt und welche Ausrüstungsgegenstände und Zauber sind unumgänglich?
2. Das Anliegen öffentlich machen.
Jemand anderem eine Niederlage einzugestehen ist hart. Wenn man einmal im Freundeskreis verbreitet hat was man tut, ist die Hemmschwelle aufzuhören schon sehr viel größer.
3. Zeit einräumen.
Wer nur hin und wieder mal spielt kommt nicht gut voran. Man muss regelmäßig an seinem Ziel arbeiten und die dafür nötige Zeit fest in den Tagesablauf einplanen.
Grundsätzlich ist man mit 3 bis 4 Stunden in der Woche gut dabei, aber für eine umfangreiche Challenge wie das vorige Beispiel sollte man sich häufiger hinsetzen. Nichts demotiviert so sehr, wie das Gefühl nicht weiter zu kommen. Das leitet direkt zu meinem letzten Punkt über.
4. Wahrnehmen was schon geschafft wurde.
Es ist jedes mal ein gutes Gefühl einen Punkt auf dem Handlungsplan abhaken zu können. Und wenn man mal ein Motivationstief hat, kann ein Blick auf das Geschaffte neuen Mut bringen, die kommenden Aufgaben auch schaffen zu können.
Also geh hin und erreiche Dinge, auf die du stolz sein kannst.
Den heutigen Blog lasse ich mit ein paar spontanen Anregungen sanft ausklingen:
-Dark Souls durchspielen ohne eine Nahkampfwaffe zu benutzen.
-Einen Cup in Mario Kart gewinnen, bei ununterbrochenem Blick nach hinten.
-Alle Modern Warfare Titel an einem Abend durchspielen.
-Einen Metal Gear Solid durchspielen ohne entdeckt zu werden.
-Portal 2 durchspielen ohne zu lachen.
-Alle Enden von Heavy Rain sehen.
-Fire Emblem durchspielen, ohne einen Level neu zu laden oder zu sterben
-Valkyira Chronicles auf 100% spielen (für Masochisten)
Grund genug, mich mit der Frage auseinander zu setzten, welcher Anreiz überhaupt hinter Achievements steckt und warum manche Leute (wie ich) sich sogar selbst Aufgaben ausdenken, um ihren voll gestopften Alltag noch weiter zu füllen.
Achievements wirken auf den ersten Blick wie unwichtiges Füllwerk, und genau das sind sie auch, wenn ich es mir recht überlege! Durch ein paar schnell zusammen gezimmerte Trophäen lässt sich die potentielle Spielzeit ohne große Mühen und Entwicklungskosten um ein ganzes Stück strecken.
Wem es zu doof ist 200 Tauben zu erschießen oder mit jedem einzelnen Charakter den Arcade Mode durch zu spielen, der kann nach dem Abspann das Spiel einfach abschalten ohne etwas zu verpassen.
Wer wiederum gerne noch länger spielen will, weil ihm das Spiel so gut gefallen hat (oder die Spielzeit so lächerlich kurz war), der bekommt ein einfaches Mittel in die Hand gelegt noch mehr Zeit zu
Als nettes Beiwerk bekommt man Gamerscore oder Psn Level, eine Pseudo-Belohnung, die nicht im Geringsten von Nutzen ist und trotzdem ein gutes Gefühl in der Magengegend verursacht.
Aber ich tue den virtuellen Errungenschaften ein wenig Unrecht. Natürlich sind Achievements nicht die Essenz des Zockens, ohne die Videospiele gar nicht mehr vorstellbar wären.
Darum geht es auch gar nicht, sondern es geht darum Freude zu haben.
Manche Dinge möchte man einfach machen, weil man die Idee gut findet oder weil man wissen möchte ob man das Durchhaltevermögen hat.
Es ist doch egal, ob ich jetzt einen Marathon laufen will oder ob ich versuche Mirrors Edge in einer Stunde durch zuspielen. Beides erfordert Training und Konzentration über einen langen Zeitraum. Beides sind Herausforderungen, die nicht jeder schafft und auf deren Abschluss man durchaus Stolz sein kann.
Und da haben wir einen sehr wichtigen Punkt, der gute Achievements von schlechten Unterscheidet. Sind sie eine echte Herausforderung? Eine für die man ausdauernd oder besonders gut sein muss? Oder sind sie einfach nur mit Arbeit verbunden?
Mit einer Komplettlösung die Hundert Federn in Assassins Creed 2 zu sammeln ist langweilig.
Aber wie sieht es damit aus, alle Level in Super Meat Boy mit A+ abzuschließen? Das ist ziemlich schwierig! Das schafft man nur wenn man wirklich gut ist und die Zähne zusammenbeißt.
Auf keiner LAN wurde je damit geprahlt alle Federn in AC 2 gesammelt zu haben (zumindest hoffe ich das), aber Super Meat Boy kann man in einer hitzigen Diskussion über Skill durchaus auf den Tisch bringen.
Am Ende bleibt es aber jedem selber überlassen, was er als erreichenswert erachtet und was nicht.
Ich hatte viel Spaß mit meiner Team ICO Challenge und bin stolz darauf sie durchgezogen zu haben, genauso wie ich stolz auf die Smash Bros (The Fanboy Guy again) Medaille, die ich auf der Gamescom erstritten habe.
Andere sind stolz darauf in Call of Duty einen KD von über 2 zu haben oder Dark Souls ohne zu sterben gespielt zu haben.
Moment mal, ich bin noch nicht darauf eingegangen, wie man so eine Challenge überhaupt durch zieht.
Jeder Depp kann sich eine Challenge ausdenken und sie dann nicht machen. Ein Beispiel: Alle Quests und Dungeons in Skyrim auf höchster Schwierigkeit schaffen, ohne die Schnellreise- oder die Wartefunktion zu benutzen und ohne Auto-Save.
Eine Challenge für eine Legende, aber wie bringt man sich dazu nach einer Woche nicht abzubrechen, sondern am Ball zu bleiben? Hier ein paar Punkte dazu:
1. Das Ziel eindeutig definieren und einen Handlungsablauf aufstellen.
Man sollte genau wissen wo man hin will und wie man hin kommt, damit man immer weiß, was der nächste Schritt ist.
Die Challenge, wie ich sie oben beschrieben habe, ist schon ziemlich klar strukturiert, aber wie sieht es mit Sonderfällen aus: muss ein Quest der mehrere Enden hat mehrmals gespielt werden? Dürfen Komplettlösungen benutzt werden?
Und wie sieht es mit der Spielabfolge aus? Werden Quests und Dungeons Gebiet nach Gebiet abgegrast um Laufwege zu minimieren oder werden zusammenhängende Quests am Stück gespielt für mehr Übersichtlichkeit? Welche Skills werden gelevelt und welche Ausrüstungsgegenstände und Zauber sind unumgänglich?
2. Das Anliegen öffentlich machen.
Jemand anderem eine Niederlage einzugestehen ist hart. Wenn man einmal im Freundeskreis verbreitet hat was man tut, ist die Hemmschwelle aufzuhören schon sehr viel größer.
3. Zeit einräumen.
Wer nur hin und wieder mal spielt kommt nicht gut voran. Man muss regelmäßig an seinem Ziel arbeiten und die dafür nötige Zeit fest in den Tagesablauf einplanen.
Grundsätzlich ist man mit 3 bis 4 Stunden in der Woche gut dabei, aber für eine umfangreiche Challenge wie das vorige Beispiel sollte man sich häufiger hinsetzen. Nichts demotiviert so sehr, wie das Gefühl nicht weiter zu kommen. Das leitet direkt zu meinem letzten Punkt über.
4. Wahrnehmen was schon geschafft wurde.
Es ist jedes mal ein gutes Gefühl einen Punkt auf dem Handlungsplan abhaken zu können. Und wenn man mal ein Motivationstief hat, kann ein Blick auf das Geschaffte neuen Mut bringen, die kommenden Aufgaben auch schaffen zu können.
Also geh hin und erreiche Dinge, auf die du stolz sein kannst.
Den heutigen Blog lasse ich mit ein paar spontanen Anregungen sanft ausklingen:
-Dark Souls durchspielen ohne eine Nahkampfwaffe zu benutzen.
-Einen Cup in Mario Kart gewinnen, bei ununterbrochenem Blick nach hinten.
-Alle Modern Warfare Titel an einem Abend durchspielen.
-Einen Metal Gear Solid durchspielen ohne entdeckt zu werden.
-Portal 2 durchspielen ohne zu lachen.
-Alle Enden von Heavy Rain sehen.
-Fire Emblem durchspielen, ohne einen Level neu zu laden oder zu sterben
-Valkyira Chronicles auf 100% spielen (für Masochisten)
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