Den zweiten Teil zu Valkyria Chronicles möchte ich mit den Charakteren beginnen. Vorher verlinke ich noch kurz den ersten Teil, dann geht es auch schon los.
Der Cast ist abwechslungsreich und schafft eine angemessene Balance zwischen Klischees und Eigenart. In Anbetracht der zahlreichen Figuren, möchte ich jetzt aber nicht jede einzelne besprechen, sondern lieber darüber reden, wie die verschiedenen Persönlichkeiten in das Gameplay eingebunden wurden.
Allem voran möchte ich die einwandfreie englische Synchronisation ansprechen. Von psychopathisch („Mmm... Scream for me.”) bis verspielt („You see a tank, I see fireworks!”) werden alle One-Liner überzeugend gesprochen. Die Performance in den Cutscenes macht ebenfalls keine Fehler.
Interessant ist vor allem, wann besagte One-Liner abgespielt werden. So geben Charaktere nicht nur einen Kommentar, wenn sie zum Zug ausgewählt werden oder einen Gegner unter Beschuss nehmen, sondern auch wenn eine personenspezifzische Fähigkeit getriggert wird. Diese Fähigkeiten wiederum sind passend zur Persönlichkeit des Charakters gewählt.
So bekommt die Einzelgängerin Marina einen Malus, wenn sie sich in der Nähe ihrer Kameraden aufhält, und kommentiert dies mit „It's easier alone.”.
Susie, die pazifistisch veranlagt ist, ruft „Sorry if this hurts!”, wenn sie einen Gegner angreift und der angehende Clown Ted sagt „...Tough crowd today.”, wenn seine HP niedrig sind, gefolgt von „Everyone's...a critic.”, wenn er ohnmächtig wird.
Genug zu Charakteren und witzigen Punch-Lines. Kommen wir zur übergreifenden Story.
Ich versuche an dieser Stelle nicht zu viel zu verraten, deshalb will ich mich kurz fassen.
Die Geschichte von VC folgt einem klassischen Verlauf und ist deshalb an der ein oder anderen Stelle vorhersehbar. Stärken zeigt das Skript vor allem dann, wenn einzelne Figuren ihren Moment im Rampenlicht haben und die meiste Charakterentwicklung stattfindet.
Mir gefällt außerdem, dass sich die Zeit genommen wurde, auch gegnerischen Charakteren Tiefe zu geben, und man nicht einfach nur gegen böse Leute kämpft, die böse sind weil sie böse sind.
Das soll es auch schon zur Story gewesen sein. Abschließend möchte ich noch ein wenig über Leveldesign und etwas mehr über die, in der Steam Version enthaltenen, DLC sprechen.
Was das Leveldesign angeht, haben die Jungs von Sega einen soliden Ausgleich geschaffen. Größenteils besinnt sich das Spiel auf sein Kerngameplay und in den meisten Missionen gilt es, das andere Ende der Karte zu erreichen ohne zu sterben. Varianz wird durch kleinere Parameter geschaffen. Mal muss erst ein Zwischenziel eingenommen werden, bevor man zum finalen Punkt vorrücken kann, mal muss der Panzer in die richtige Position gebracht werden um mit Rauchgranaten Deckung zu geben.
Dieses geradlinige Design wird bisweilen durch sehr abwechslungsreiche Sondermissionen aufgebrochen. Es wird in kleinen Gruppen durch die Wälder geschlichen, einem flinken Panzerfahrzeug der Weg versperrt oder ein Boss bekämpft, der nur unter bestimmten Umständen verwundet werden kann.
Jetzt aber zu den DLC, die mir auf der Playstation zu teuer waren und die ich deshalb jetzt zum ersten Mal gespielt habe.
Da hätten wir „Behind her Blue Flame”, in dem man exklusiv Missionen aus Feindperspektive spielt. Mir gefällt die kurze Story die hier erzählt wurde sehr gut und mir gefällt auch wie die Story in das Hauptspiel eingebunden ist (ich will nicht zu viel verraten). Spielerisch war das ganze ein wenig meh. Die Missionen sind vom Leveldesign zwar cool, zwingen den Spieler aber dazu sich hauptsächlich auf Selvarias Kampfkraft zu stützen, wodurch der etwas andere Spielstil (mehr dps, weniger Präzision) nicht so gut zur Geltung kommt. Unterm Strich aber zockenswert.
Weiter geht es mit dem Edy Detachment. Die Scout-Mission war überflüssig und die Sniper-Mission zu leicht, die restlichen Missionen haben mir aber gut gefallen. Zum Teil musste ich von meinem sonst üblichen Spielstil umdenken, die Schwierigkeit blieb dabei immer ausgewogen.
Die Story des Edy Detachment ist allerdings reiner Fanservice und konnte mich nicht nennenswert unterhalten.
Zuletzt die Extrem Skirmishes. Standardmäßig kommen die im Spiel integrierten Skirmish Missionen mit drei Schwierigkeitsgraden, die, meinem Empfinden nach, zwischen Lachhaft Mittel liegen.
Die extreme Schwierigkeit wird ihrem Namen absolut gerecht. Man muss sich genau überlegen, was man tut, wenn man hier eine A Bewertung bekommen möchte. Die Herausforderung kommt erfrischend, da die meisten Missionen des Spiels keine Probleme mehr darstellen, sobald man ein gewisses Spielverständnis hat.
Wahrscheinlich nichts für jeden, aber ich empfehle definitv mal die extreme Schwierigkeit anzusehen, falls einem das Gameplay Spaß gemacht hat.
So, jetzt habe ich alle wichtigen Punkte angesprochen oder zumindest angekratzt. Da ich nichts vorweg nehmen will, habe ich mir eine ausführliche Story-/Charakteranalyse gespart, stehe aber für weitere Diskussionen im Kommentarbereich offen.
Um abschließend alle Fäden zusammen zu bringen:
Valkyria Chronicles hat einen auf den Punkt gebrachten Style, der weder ausgelutscht ist, noch übertrieben. Story und Charaktere erfinden das Rad nicht neu, sind aber glaubwürdig und stets sauber in die Atmosphäre des Spiels eingebettet. Dazu kommt einzigartiges Gameplay, das auf unerfahrene Spieler ausgelegt ist, aber genug Spieltiefe bietet um alten Hasen noch Spaß zu machen.
Ohne weitere Umschweife zertifiziere ich Valkyria Chronicles als The Guy Approved.
So viel von meiner Seite,
TG
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Mittwoch, 4. November 2015
Mittwoch, 28. Oktober 2015
Turn Based Strategy I ♥ you so much! Part V.I - Valkyria Chronicles
Tja, mir wurde leider ein Strich durch die Rechnung gemacht und ich stehe nun doch ohne das letzte Archievement da. Ich hatte völlig außer Acht gelassen, dass ich, um auf die geforderten 1000 Kills zu kommen, noch gut 300 Stück brauche (zwei Playthroughs mit nur 700 Kills... wenn das mal nicht Pazifismus ist).
Das ist halb so wild, da ich mich sowieso noch ein wenig an den Extrem Skirmish Missionen probieren wollte, aber abliefern kann ich noch nicht.
Aber nun zur Sache.
Wie kommt es, dass ein Nischen-Titel, wie Valkyria Chronicles, immer wieder und wieder von mir erwähnt und hoch gelobt wird, ja ich sogar sage, dass es eins meiner Lieblingsspiele ist?
Nun VC macht so ziemlich alles anders, als alle Anderen.
Das Setting ist unmissverständlich an den zweiten Weltkrieg angelehnt, bringt aber viele eigene Ideen und Fantasy-Elemente ein, und präsentiert sich dabei in einem weichen Comic-Stil, der genauso gut in eine Kinderserie gepasst hätte.
Die Charaktere sind nette Typen, die immer einen coolen Spruch auf Lager haben. Und obwohl die Grundstimmung eher fröhlich und hoffnungsvoll ist, werden immer wieder Themen wie Rassismus, Tod und der Holocaust aufgegriffen und auf einfühlsame Weise besprochen.
Was das Gameplay angeht, würde ich gerne einen Vergleich heran ziehen, kenne aber leider kein einziges Spiel, dass eine annähernd ähnliche Mechanik benutzt. Gut, dann muss ich wohl selber ran:
Jede Runde startet man mit einer Anzahl Kommandopunkte in der Übersichtlichen Kartenperspektive. Jedes mal wenn eine Einheit benutzt wird, kostet das einen Kommandopunkt, bei Panzern zwei.
Wenn man eine Einheit benutzt, geht die Kamera in eine 3rd Person Perspektive über. Der Charakter wird nun direkt gesteuert, was einem 3rd Person Shooter ähnelt. Es erscheint ein Ausdauer Balken, der mit jedem getanen Schritt abnimmt und die Bewegungsreichweite beschränkt. Während der Bewegung können alle Gegner in deren effektiven Reichweite und vor deren Front (!) man sich befindet beliebig das Feuer auf den bewegten Chrakter eröffnen.
An jedem beliebigen Punkt der Bewegung (so überhaupt eine vorgenommen wird), kann die Einheit ein einziges Mal das Feuer eröffnen. Auch hier löst sich VC von jeder Konvention, denn man wählt nicht etwa ein valides Ziel aus, sondern kann selber mit dem klassischen Fadenkreuz zielen.
Abhängig von der benutzten Waffe, wird eine feste Anzahl an Schüssen in einem festen Radius um das Fadenkreuz zufällig verteilt (der Radius wird beim Zielen angezeigt). Ab einer Waffenspezifischen Reichweite nimmt der verursachte Schaden pro Kugel erheblich ab. Außerdem fügt man im Falle eines Kopftreffers ~3-fachen Schaden zu (vorausgesetzt, die beschossene Einheit liegt nicht in Deckung).
Eine bereits benutzte Einheit kann in der selben Runde beliebig oft wieder benutzt werden, wobei sich aber jedes mal der Ausdauerbalken verkürzt
Das war jetzt ein Stück weit kompliziert, aber reden wir darüber, was das bedeutet.
Das reaktive Feuern während des passiven Spielzugs macht die Defensive sehr stark. Dadurch muss sich der Angreifer genau überlegen, in welcher Reihenfolge er seine Einheiten bewegt, welche Gegner ausschaltet und wie weit und auf welcher Route er vorrückt.
In der Defensive gilt es zu beachten, ob die Einheiten mit der höchsten Reichweite das nötige Schussfeld haben um Feinbewegung so früh wie möglich zu stoppen. Diese dürfen dabei aber nicht alleine gelassen werden, da gerade sie meistens schwächere Einheiten sind, die leicht überrannt werden können. Die Flanken abzusichern darf man natürlich auch nicht vergessen.
Die Zugreihenfolge und Aufstellung bieten deutlich mehr taktische Tiefe, als in den meisten Anderen Strategiespielen.
Kommen wir zur Truppenbewegung selbst.
Da zu jedem Zeitpunkt einer Bewegung geschossen werden kann, kann man seine Truppen effektiver benutzen, zum Beispiel indem man die Deckung verlässt, feuert und wieder in Deckung geht.
Das ist auch dadurch interessant, dass die Schussverteilung einen Kegel bildet, man also eine höhere Trefferchance hat, je dichter man am Gegner steht. Durch reaktives Feuer stellt sich ein Risikofaktor dem Reward entgegen und sorgt für mehr dynamische Optionen.
Ich hatte auch noch gar nicht erwähnt, dass man, dank des freien Zielens, mit etwas Geschick mehrere Gegner auf einmal angreifen kann, was aber wieder mehr Skill und vorausschauendes Spiel verlangt.
Auch wenn eine Einheit mehrmals bewegt werden soll, wird vorausschauendes Spiel belohnt. So mag es verlockend sein aus einer gut positionierten Einheit so viel wie möglich heraus zu holen, wenn man dabei aber nicht aufpasst, hat man am Ende des Zuges nicht mehr die nötige Mobilität um in Deckung zu gehen.
Insgesamt bietet VCs Spielmechanik erstaunlich viel Tiefe, ohne dabei wirklich kompliziert zu werden.
Jetzt sitze ich hier schon wieder seit einer Stunde und habe bisher nur das Gameplay angekratzt. Ich denke für mein Zeitmanagement ist es am besten das Thema aufzuteilen (ich habe ja auch viel zu sagen, OK?).
Ich verschiebe den Rest auf Part V.II für nächste Woche. Wenn ich genau darüber nachdenke, könnte ich sogar einen dritten Teil brauchen (Edit. brauchte ich nicht!).
Bis nächste Woche,
TG
Das ist halb so wild, da ich mich sowieso noch ein wenig an den Extrem Skirmish Missionen probieren wollte, aber abliefern kann ich noch nicht.
Aber nun zur Sache.
Wie kommt es, dass ein Nischen-Titel, wie Valkyria Chronicles, immer wieder und wieder von mir erwähnt und hoch gelobt wird, ja ich sogar sage, dass es eins meiner Lieblingsspiele ist?
Nun VC macht so ziemlich alles anders, als alle Anderen.
Das Setting ist unmissverständlich an den zweiten Weltkrieg angelehnt, bringt aber viele eigene Ideen und Fantasy-Elemente ein, und präsentiert sich dabei in einem weichen Comic-Stil, der genauso gut in eine Kinderserie gepasst hätte.
Die Charaktere sind nette Typen, die immer einen coolen Spruch auf Lager haben. Und obwohl die Grundstimmung eher fröhlich und hoffnungsvoll ist, werden immer wieder Themen wie Rassismus, Tod und der Holocaust aufgegriffen und auf einfühlsame Weise besprochen.
Was das Gameplay angeht, würde ich gerne einen Vergleich heran ziehen, kenne aber leider kein einziges Spiel, dass eine annähernd ähnliche Mechanik benutzt. Gut, dann muss ich wohl selber ran:
Jede Runde startet man mit einer Anzahl Kommandopunkte in der Übersichtlichen Kartenperspektive. Jedes mal wenn eine Einheit benutzt wird, kostet das einen Kommandopunkt, bei Panzern zwei.
Wenn man eine Einheit benutzt, geht die Kamera in eine 3rd Person Perspektive über. Der Charakter wird nun direkt gesteuert, was einem 3rd Person Shooter ähnelt. Es erscheint ein Ausdauer Balken, der mit jedem getanen Schritt abnimmt und die Bewegungsreichweite beschränkt. Während der Bewegung können alle Gegner in deren effektiven Reichweite und vor deren Front (!) man sich befindet beliebig das Feuer auf den bewegten Chrakter eröffnen.
An jedem beliebigen Punkt der Bewegung (so überhaupt eine vorgenommen wird), kann die Einheit ein einziges Mal das Feuer eröffnen. Auch hier löst sich VC von jeder Konvention, denn man wählt nicht etwa ein valides Ziel aus, sondern kann selber mit dem klassischen Fadenkreuz zielen.
Abhängig von der benutzten Waffe, wird eine feste Anzahl an Schüssen in einem festen Radius um das Fadenkreuz zufällig verteilt (der Radius wird beim Zielen angezeigt). Ab einer Waffenspezifischen Reichweite nimmt der verursachte Schaden pro Kugel erheblich ab. Außerdem fügt man im Falle eines Kopftreffers ~3-fachen Schaden zu (vorausgesetzt, die beschossene Einheit liegt nicht in Deckung).
Eine bereits benutzte Einheit kann in der selben Runde beliebig oft wieder benutzt werden, wobei sich aber jedes mal der Ausdauerbalken verkürzt
Das war jetzt ein Stück weit kompliziert, aber reden wir darüber, was das bedeutet.
Das reaktive Feuern während des passiven Spielzugs macht die Defensive sehr stark. Dadurch muss sich der Angreifer genau überlegen, in welcher Reihenfolge er seine Einheiten bewegt, welche Gegner ausschaltet und wie weit und auf welcher Route er vorrückt.
In der Defensive gilt es zu beachten, ob die Einheiten mit der höchsten Reichweite das nötige Schussfeld haben um Feinbewegung so früh wie möglich zu stoppen. Diese dürfen dabei aber nicht alleine gelassen werden, da gerade sie meistens schwächere Einheiten sind, die leicht überrannt werden können. Die Flanken abzusichern darf man natürlich auch nicht vergessen.
Die Zugreihenfolge und Aufstellung bieten deutlich mehr taktische Tiefe, als in den meisten Anderen Strategiespielen.
Kommen wir zur Truppenbewegung selbst.
Da zu jedem Zeitpunkt einer Bewegung geschossen werden kann, kann man seine Truppen effektiver benutzen, zum Beispiel indem man die Deckung verlässt, feuert und wieder in Deckung geht.
Das ist auch dadurch interessant, dass die Schussverteilung einen Kegel bildet, man also eine höhere Trefferchance hat, je dichter man am Gegner steht. Durch reaktives Feuer stellt sich ein Risikofaktor dem Reward entgegen und sorgt für mehr dynamische Optionen.
Ich hatte auch noch gar nicht erwähnt, dass man, dank des freien Zielens, mit etwas Geschick mehrere Gegner auf einmal angreifen kann, was aber wieder mehr Skill und vorausschauendes Spiel verlangt.
Auch wenn eine Einheit mehrmals bewegt werden soll, wird vorausschauendes Spiel belohnt. So mag es verlockend sein aus einer gut positionierten Einheit so viel wie möglich heraus zu holen, wenn man dabei aber nicht aufpasst, hat man am Ende des Zuges nicht mehr die nötige Mobilität um in Deckung zu gehen.
Insgesamt bietet VCs Spielmechanik erstaunlich viel Tiefe, ohne dabei wirklich kompliziert zu werden.
Jetzt sitze ich hier schon wieder seit einer Stunde und habe bisher nur das Gameplay angekratzt. Ich denke für mein Zeitmanagement ist es am besten das Thema aufzuteilen (ich habe ja auch viel zu sagen, OK?).
Ich verschiebe den Rest auf Part V.II für nächste Woche. Wenn ich genau darüber nachdenke, könnte ich sogar einen dritten Teil brauchen (Edit. brauchte ich nicht!).
Bis nächste Woche,
TG
Sonntag, 11. Oktober 2015
41. Kalenderwoche 2015, Blog zum Sonntag
Es ist mal wieder so weit, ich muss mal wieder meinen Blog ohne News Material zu füttern. Also, dann berichte ich doch mal in ein paar knappen Sätzen, von meinen Fortschritten bezüglich der Valkyria Chronicles Challenge, die ich vor rund drei Monaten geworfen habe.
Mein Start war ehrlich gesagt etwas holprig und ich habe Juli und August nur eine Handvoll Stunden gespielt. Das lag vor allem daran, dass ich mich (wie eh und je) mit der Anzahl an Spielen, die ich gleichzeitig spiele, völlig übernommen habe.
Nachdem ich Metroid Prime 2, und nun auch MGSV, beendet hatte habe ich mich zusammengerissen um systematisch die Anzahl meiner Spiele zu verringern.
Ich habe es geschafft aktuell nur Valkyria Chronicles und Final Fantasy IX (auf der Vita, für Unterwegs) zu spielen.
Selbst meinen Sm4sh Bros (!!!) Konsum konnte ich auf 1-2 Stunden pro Woche reduzieren (zugegeben, das Schreiben dieser Zeile schürt erneutes Verlangen... vielleicht übe ich später beim Plauschangriff ein paar Float Cancels und QFRs... („das ist die letzte Zigarette. Danach höre ich auf, versprochen!”)).
Ich bin fest entschlossen mit Metroid Prime 3 erst dann anzufangen, wenn die Challenge zuende ist!
Nun aber zur Challenge selber.
Seit ich meine Form gefunden habe, läuft es erstaunlich gut. Ich habe den ersten Playthrough zu gut zwei Dritteln abgeschlossen (man muss das Spiel unumgänglich zweimal durchspielen um auf 100% zu kommen), und obwohl ich mir (da im zweiten Lauf alles einfacher ist) nicht so richtig viel Mühe gegeben habe, habe ich bis her alle Missionen mit Höchstwertung abgeschlossen.
Letzte Woche habe ich mir sogar die rund zwei Stunden Zeit genommen, alle Persönlichkeitsprofile frei zu grinden (so weit es bis hierher möglich ist jedenfalls).
Alles in allem blicke ich sehr zuversichtlich auf die laufende Challenge. Ich habe mir die nötige Denkweise angeeignet, um sie diesen oder nächsten Monat zu beenden. Das Zeitlimit Juli 2016 schreckt mich keineswegs.
Bis dann, TG
Mein Start war ehrlich gesagt etwas holprig und ich habe Juli und August nur eine Handvoll Stunden gespielt. Das lag vor allem daran, dass ich mich (wie eh und je) mit der Anzahl an Spielen, die ich gleichzeitig spiele, völlig übernommen habe.
Nachdem ich Metroid Prime 2, und nun auch MGSV, beendet hatte habe ich mich zusammengerissen um systematisch die Anzahl meiner Spiele zu verringern.
Ich habe es geschafft aktuell nur Valkyria Chronicles und Final Fantasy IX (auf der Vita, für Unterwegs) zu spielen.
Selbst meinen Sm4sh Bros (!!!) Konsum konnte ich auf 1-2 Stunden pro Woche reduzieren (zugegeben, das Schreiben dieser Zeile schürt erneutes Verlangen... vielleicht übe ich später beim Plauschangriff ein paar Float Cancels und QFRs... („das ist die letzte Zigarette. Danach höre ich auf, versprochen!”)).
Ich bin fest entschlossen mit Metroid Prime 3 erst dann anzufangen, wenn die Challenge zuende ist!
Nun aber zur Challenge selber.
Seit ich meine Form gefunden habe, läuft es erstaunlich gut. Ich habe den ersten Playthrough zu gut zwei Dritteln abgeschlossen (man muss das Spiel unumgänglich zweimal durchspielen um auf 100% zu kommen), und obwohl ich mir (da im zweiten Lauf alles einfacher ist) nicht so richtig viel Mühe gegeben habe, habe ich bis her alle Missionen mit Höchstwertung abgeschlossen.
Letzte Woche habe ich mir sogar die rund zwei Stunden Zeit genommen, alle Persönlichkeitsprofile frei zu grinden (so weit es bis hierher möglich ist jedenfalls).
Alles in allem blicke ich sehr zuversichtlich auf die laufende Challenge. Ich habe mir die nötige Denkweise angeeignet, um sie diesen oder nächsten Monat zu beenden. Das Zeitlimit Juli 2016 schreckt mich keineswegs.
Bis dann, TG
Mittwoch, 15. Juli 2015
Ein Lieblings-Game noch mal zocken + Challenge
Ich will nicht lange um den heißen Brei herum reden. Zum Summer Sale habe ich mir endlich die Steam Version von Valkyria Chronicles zugelegt. Ich habe mich entschlossen mir nun die Zeit zu nehmen um das Spiel die kommenden Wochen/Monate wieder zu spielen.
Es ist länger her, dass ich diesen hervorragenden Titel zuletzt gespielt habe und auch die diversen DLC, die ich auf der Ps3 Version ausgelassen hatte, möchte ich endlich zu Gesicht bekommen.
Valkyria Chronicles ist ein Spiel das ich feiere, das ich ohne zu zögern in jede Topliste schreiben würde und das ich jedem empfehlen, der auch nur entfernt vom Genre ist.
VC ist dieses eine Spiel aus Tausend, bei dem man glaubt, man wisse woran man ist und dann positiv überrascht wird.
Kürzlich habe ich mal wieder über das Dasein als Gamer und den Sinn des Lebens philosophiert und mir ist klar geworden, dass nicht die Menge der gezockten Games meine Glückseligkeit definiert, sondern die Qualität der Zeit, die ich spielend verbrachte.
Und nachdem ich die letzten Monate viele, zum Teil durchwachsene, Games gespielt und mich öfter als nötig über den Lag in Smash Bros aufgeregt habe (arghhh!), möchte ich mir wieder die Zeit nehmen, einfach mal gut zu zocken.
Da ich jedoch ohne anständigen Twist nun mal nicht ich wäre, sage ich eine neue Challenge an. Ich werde mir den lang gehegten Traum erfüllen das Spiel auf der höchsten Schwierigkeit auf 100% zu spielen. Damit ich diesmal konzentriert bei der Sache bleibe und nicht monatelange Pausen einschiebe, setze ich mir ein (großzügiges) Zeitlimit von einem Jahr. Ich runde auf Mittwoch ab und setze den 13. Juli 2016 als Deadline.
Top. Die Challenge. Gilt!
Edit: Challenge abgeschlossen am 15. November 2015
Es ist länger her, dass ich diesen hervorragenden Titel zuletzt gespielt habe und auch die diversen DLC, die ich auf der Ps3 Version ausgelassen hatte, möchte ich endlich zu Gesicht bekommen.
Valkyria Chronicles ist ein Spiel das ich feiere, das ich ohne zu zögern in jede Topliste schreiben würde und das ich jedem empfehlen, der auch nur entfernt vom Genre ist.
VC ist dieses eine Spiel aus Tausend, bei dem man glaubt, man wisse woran man ist und dann positiv überrascht wird.
Kürzlich habe ich mal wieder über das Dasein als Gamer und den Sinn des Lebens philosophiert und mir ist klar geworden, dass nicht die Menge der gezockten Games meine Glückseligkeit definiert, sondern die Qualität der Zeit, die ich spielend verbrachte.
Und nachdem ich die letzten Monate viele, zum Teil durchwachsene, Games gespielt und mich öfter als nötig über den Lag in Smash Bros aufgeregt habe (arghhh!), möchte ich mir wieder die Zeit nehmen, einfach mal gut zu zocken.
Da ich jedoch ohne anständigen Twist nun mal nicht ich wäre, sage ich eine neue Challenge an. Ich werde mir den lang gehegten Traum erfüllen das Spiel auf der höchsten Schwierigkeit auf 100% zu spielen. Damit ich diesmal konzentriert bei der Sache bleibe und nicht monatelange Pausen einschiebe, setze ich mir ein (großzügiges) Zeitlimit von einem Jahr. Ich runde auf Mittwoch ab und setze den 13. Juli 2016 als Deadline.
Top. Die Challenge. Gilt!
Edit: Challenge abgeschlossen am 15. November 2015
Sonntag, 2. November 2014
44. Kalenderwoche, Blog zum Sonntag
Diese Woche war wieder einiges los. Es gab satte drei interessante Ankündigungen und zwei sehr schöne Kolumnen. Anfangen möchte ich aber mit einer Neuigkeit aus dem technischen Bereich.
Die PS4 Share Play Funktion wurde erstmals gezeigt und ist seit dieser Woche verfügbar. Das Feature ermöglicht es seine Konsole mit der eines Freundes zu verbinden und dann zusammen zu spielen, als währe man im selben Raum.
Ich finde ziemlich cool, dass Sony versucht die "guten alten Zeiten" (dazu später mehr), in denen man noch zusammen an der Konsole saß, wieder zurück zu bringen.
Die Bioshock Infinite Complete Edition erscheint am 04.11 (übermorgen). Ich hätte schon Lust darauf, aber da sind noch zu viele Spiele auf meiner Prioritätenliste die ich erst abbarbeiten möchte (auch dazu später mehr).
Smash Bros kommt eine Woche früher! Muss ich glaube ich nichts mehr zu sagen.
Die News des Monats (für mich): Valkyria Chronicles, eines der besten Ps3 Spiele mit einem Platz in der Hall of Awesome, wird für den PC neu aufgelget. Warum micht das interessiert, wo ich das Spiel doch schon fünfmal durchgespielt habe und wenig Wert auf Grafik lege? Nun, wenn das Spiel sich gut verkauft liegt die Möglichkeit nahe, dass auch die beiden Nachfolger neu aufgelegt werden. Und die habe ich mangelns PSP noch nicht gespielt!
Am Erfolg des Spiels zweifle ich nicht, da es genug Fanboys gibt, um genug Aufmerksamkeit zu generieren.
Also los Sega! Der Ball liegt in eurem Spielfeld, ich will einen herausragend guten PC-Port sehen!
Zum Abschluss möchte ich auf zwei Kolumnen-Einträge aufmerksam machen, die gestern und heute erschienen sind.
Einmal haben wir einen Post zum Thema Zeitmanagement auf Kotaku und zum Zweiten schreibt Kai Seuthe über den Retro Trend.
Ich finde es besteht eine Verbindung zwischen diesen beiden Artikeln, da sie sich beide in gewisser Weise mit dem älter werden auseinander setzen.
"Früher war alles besser", ist eine Ansicht, die ich nicht teilen kann. Ich denke eher im Gegenteil, früher war alles gleich gut oder schlechter (von Spritpreisen mal abgesehen), und das gilt ganz besonders für Games.
Früher kostete ein Spiel gerne mal über hundert Mark und außer der Rückseite der Verpackung (und evtl. ein kurzer Bericht in einem Magazin) hatte man keine Informationen darüber.
Ein großer Teil an Spielen erschien in Europa nicht, man musst für viel Geld importieren und sich seine Konsole umbauen lassen um den Region Lock zu umgehen.
Wenn ein Spiel einen, gerne auch fatalen, Bug hatte, dann war das echt schade, denn patchen konnte man damals nicht.
Nicht in jeder Situation speichern zu können ist auch eher nervig als ein cooles Feature (ich gucke auf dich, Dark Souls).
Aber ich will nicht zu weit ausschweifen. Der Punkt ist, man hatte trotzdem Spaß am Zocken. Früher hatte ich deutlich mehr Zeit zum Zocken. Dies und dass ich nicht das Geld/die Connectins hatte um alles zu zocken führte dazu, dass ich mich lange und ausführlich mit einzelnen Spielen beschäftigt habe. Ich kannte irgendwann die Level, wusste wo ich lang laufen musste um am schnellsten zu sein und hatte alle Secrets gefunden.
Heute habe ich nicht mehr die Zeit jedes kleine Spiel auszukosten. Die Uni saugt den größten Teil meiner Zeit, ich gehe fast täglich zum Sport und ~zwei Stunden pro Woche verwende ich dazu einen Blog zu führen. Mein Pile of Shame wächst schneller als ich ihn wegzocken kann, da fühlt man sich schon mal schlecht, wenn man ein altes Spiel nochmal spielt und so wird der sechste Playthrough von Valkyria Chronicles wahrscheinlich erst zum PC Release stattfinden.
First World Problems, ich weiß. Ich höre jetzt auf mit rumjammern und versuche meinen Pile of Shame abzubauen, bevor er zur Windmühlengröße heranwächst.
Die PS4 Share Play Funktion wurde erstmals gezeigt und ist seit dieser Woche verfügbar. Das Feature ermöglicht es seine Konsole mit der eines Freundes zu verbinden und dann zusammen zu spielen, als währe man im selben Raum.
Ich finde ziemlich cool, dass Sony versucht die "guten alten Zeiten" (dazu später mehr), in denen man noch zusammen an der Konsole saß, wieder zurück zu bringen.
Die Bioshock Infinite Complete Edition erscheint am 04.11 (übermorgen). Ich hätte schon Lust darauf, aber da sind noch zu viele Spiele auf meiner Prioritätenliste die ich erst abbarbeiten möchte (auch dazu später mehr).
Smash Bros kommt eine Woche früher! Muss ich glaube ich nichts mehr zu sagen.
Die News des Monats (für mich): Valkyria Chronicles, eines der besten Ps3 Spiele mit einem Platz in der Hall of Awesome, wird für den PC neu aufgelget. Warum micht das interessiert, wo ich das Spiel doch schon fünfmal durchgespielt habe und wenig Wert auf Grafik lege? Nun, wenn das Spiel sich gut verkauft liegt die Möglichkeit nahe, dass auch die beiden Nachfolger neu aufgelegt werden. Und die habe ich mangelns PSP noch nicht gespielt!
Am Erfolg des Spiels zweifle ich nicht, da es genug Fanboys gibt, um genug Aufmerksamkeit zu generieren.
Also los Sega! Der Ball liegt in eurem Spielfeld, ich will einen herausragend guten PC-Port sehen!
Zum Abschluss möchte ich auf zwei Kolumnen-Einträge aufmerksam machen, die gestern und heute erschienen sind.
Einmal haben wir einen Post zum Thema Zeitmanagement auf Kotaku und zum Zweiten schreibt Kai Seuthe über den Retro Trend.
Ich finde es besteht eine Verbindung zwischen diesen beiden Artikeln, da sie sich beide in gewisser Weise mit dem älter werden auseinander setzen.
"Früher war alles besser", ist eine Ansicht, die ich nicht teilen kann. Ich denke eher im Gegenteil, früher war alles gleich gut oder schlechter (von Spritpreisen mal abgesehen), und das gilt ganz besonders für Games.
Früher kostete ein Spiel gerne mal über hundert Mark und außer der Rückseite der Verpackung (und evtl. ein kurzer Bericht in einem Magazin) hatte man keine Informationen darüber.
Ein großer Teil an Spielen erschien in Europa nicht, man musst für viel Geld importieren und sich seine Konsole umbauen lassen um den Region Lock zu umgehen.
Wenn ein Spiel einen, gerne auch fatalen, Bug hatte, dann war das echt schade, denn patchen konnte man damals nicht.
Nicht in jeder Situation speichern zu können ist auch eher nervig als ein cooles Feature (ich gucke auf dich, Dark Souls).
Aber ich will nicht zu weit ausschweifen. Der Punkt ist, man hatte trotzdem Spaß am Zocken. Früher hatte ich deutlich mehr Zeit zum Zocken. Dies und dass ich nicht das Geld/die Connectins hatte um alles zu zocken führte dazu, dass ich mich lange und ausführlich mit einzelnen Spielen beschäftigt habe. Ich kannte irgendwann die Level, wusste wo ich lang laufen musste um am schnellsten zu sein und hatte alle Secrets gefunden.
Heute habe ich nicht mehr die Zeit jedes kleine Spiel auszukosten. Die Uni saugt den größten Teil meiner Zeit, ich gehe fast täglich zum Sport und ~zwei Stunden pro Woche verwende ich dazu einen Blog zu führen. Mein Pile of Shame wächst schneller als ich ihn wegzocken kann, da fühlt man sich schon mal schlecht, wenn man ein altes Spiel nochmal spielt und so wird der sechste Playthrough von Valkyria Chronicles wahrscheinlich erst zum PC Release stattfinden.
First World Problems, ich weiß. Ich höre jetzt auf mit rumjammern und versuche meinen Pile of Shame abzubauen, bevor er zur Windmühlengröße heranwächst.
Mittwoch, 22. Oktober 2014
Rundenbasierte Strategie (Turn Based Strategy) I ♥ you so much! Part III - So viel zu Spielen und so wenig Zeit (und so lange Überschriften)
Im ersten Teil meiner kleinen Ausschreitung habe ich mich mit meinem persönlichen Olymp des Genres auseinandergesetzt. Im zweiten Teil konzentrierte ich mich auf den Reiz des Gameplays, allem voran dem RNG.
Diesmal geht es um die verschiedenen Spiele (von Fire Emblem abgesehen) die ich so im Laufe der Äonen gespielt habe.
Ich greife zunächst Advance Wars auf (insbesondere Teil 2, den ich länger gespielt habe), das ich bereits im letzten Teil angesprochen hatte.
Advance Wars unterscheidet sich von den anderen noch folgenden Titeln primär dadurch, dass es weder Rollenspiel Elemente noch RNG besitzt. Dass ich Letzteres für zu berechenbar und deshalb nicht so interessant halte, hatte ich bereits erwähnt.
Dass keine Erfahrungspunkte oder Einheiten übernommen werden, finde ich wiederum passend. Dadurch ist möglich auf ebenbürtiger Augenhöhe ein Match zu starten, was für die zahllosen Möglichkeiten an Multiplayer hervorragend ist.
Durch unterschiedliche Kommandanten, die bestimmen wie stark bestimmte Einheiten-Typen sind, erhält man das nötige Stückchen Individualisierung.
Wo ich gerade bei unterschiedlichen Einheiten-Typen bin, es gibt eine ganze Menge. Die Stärken und Schwächen sind gut ausbalanciert und jede Einheit hat ihre Daseinsberechtigung. Das simple gehaltene Wirtschaftssystem, trägt seinen Teil dazu bei, viele Einheiten aufs Feld zu bringen und gegeneinander auszuspielen.
Und das man das Ding zu bis zu vier Spielern auf einem Gameboy spielen konnte (sogar auf selbst gebauten Maps), rundet das Spiel perfekt ab. Es ist primär auf Multiplayer ausgelegt (bzw. PvE) und macht diesen Job gut.
Als nächstes verschütte ich ein paar Worte zur Heroes of Might & Magic Serie. Ich habe nur den vierten, den sechsten und den noch recht jungen Browsergame X MMO Teil gespielt, und die auch nicht so viel.
Mir gefällt an Might & Magic (die Abkürzung M&M wird bewusst vermieden) die Aufteilung in missionsspezifische Oberwelt und sondierte Kampfsequenzen. Die Oberwelt läuft, ebenso wie der Kampf, rundenbasiert ab. Allerdings geht es hier darum, möglichst weg-effizient über die Karte zu laufen und dabei eine Armee auszuheben um diese ins Feld zu führen.
Im Kampf stehen die Einheiten auf Schachbrett-Feldern (bzw. Hexagon-Felder) und spielen sich absolut klassisch.
Insgesamt cool, aber irgendwie fehlt der nötige Kick.
Der angesprochene MMO X Browsergame Ableger ist übrigens wirklich gut gelungen. Die Oberwelt fällt zwar weg, aber das Genre wurde geschickt mit den MMO und den Browsergame Aspekten vereint.
Ich habe ein paar Wochen lang regelmäßig gespielt, bis es mir dann irgendwann doch zu sehr Browsergame wurde (mag ich überhaupt nicht).
Der nächste Titel hat vor ein paar Jahren erstaunlich gute Presse gemacht. X-Com Enemy Unknown kam auch bei Nicht-Fans gut an und hat (zusammen mit Fire Emblem Awakening) wieder ein bisschen Licht auf das in Vergessenheit geratene Genre geworfen.
Ich muss allerdings sagen: mir hat der Titel nicht sonderlich gefallen. Ich werfe gerade einen Blick in meine Steam-Liste und stelle fest das ich ihn sogar nur 90 Minuten gespielt habe, bevor es mir zu doof war.
Mein ausschlaggebender Kritikpunkt ist die geringe Dynamik des Spiels. Hierzu führen mehrere Aspekte:
1. Perma-Death. Da man theoretisch immer neue Truppen ausheben kann, hat der Verlust eines Charakters Story-Technisch keine Konsequenzen. Allerdings wird der über mehrere Missionen gelevelte Charakter durch einen LvL 1er ersetzt und das ist wirklich nervig. Trotzdem wäre dieser Punkt gar nicht so schlimm, wenn da nicht Punkt 2 wäre.
2. Wenig HP. Eine Charakter stirbt nach gerade mal zwei Treffern. Man muss also immer darauf achten in Deckung zu bleiben und in Konsequenz dessen nur Deckungen zu nehmen, von denen man sicher weiß, dass sie nicht vom Gegner flankiert werden können. Das führt dazu, dass man viel zu oft gezwungen ist in Deckung auszuharren und maximal einen Kämpfer zu ziehen.
3. Wenige Charakter. In einer Mission befehligt man immer genau vier Krieger. Da hat man einfach wenige Möglichkeiten und dazu kommt Punkt 4.
4. Klassensystem ist ein Witz. Ja, ich ergreife an dieser Stelle mal ein paar klarere Worte. Die Klassen unterscheiden sich grundsätzlich eigentlich nur durch Reichweite und Schaden, wobei die Varianz nicht wirklich groß ist. Die über die Level freigeschalteten Fähigkeiten bringen im allgemeinen gar nichts. Ein Beispiel: Der Supporter hat die Fähigkeit "Sperrfeuer". Statt anzugreifen, kann er einen Feind (der wohlgemerkt in Feuerreichweite sein muss) unter Sperrfeuer legen, was dazu führt, dass der nächste Verbündete, der auf diesen Feind schießt eine geringfügig höhere Trefferchance hat. Und das war es auch schon! Ich greife nur mit einem Mann an statt mit Zweien, der dafür ~20% häufiger Trifft. In den Missionen, die ich gespielt habe, traf der Support mit mindestens 50% Chance, selbst in den schlechtesten Konstellationen.
Ich muss dem Spiel aber eingestehen, dass es über den Aufbau der Basis im weiteren Spielverlauf noch Potential ausgeschöpft hätte.
Ein Spiel das ich erst vorletztes Jahr mit der Ps Vita Version für mich entdeckt habe, ist Disgaea 3. Ich hatte in irgendeinem BzS erwähnt, dass mittlerweile auch der vierte Teil auf die Vita migriert ist und dass der fünfte Teil in Mache und März in den Läden ist, habe bisher aber noch nicht die Zeit gefunden mich damit zu beschäftigen (werde ich aber noch).
Disgaea 3 habe ich mir damals in gewisser Weise blind gekauft. Ich hatte noch nicht viel für die Vita und hörte von einem TBS, das viel Spielzeit und -tiefe mit sich bringt.
Ich wurde in keinem Punkt enttäuscht. Es gibt viel zu tun (unendlich viel wenn ich zufällige Dungeons mit steigender Schwierigkeit bedenke), das Rollenspiel-System ist sehr komplex und vielschichtig (und ich zweifle daran, alles durchschaut zu haben) und die Story ist auf eine humoristische Weise genial ("We need a sunny-side-up dragonegg with hot sauce").
Sogar die Kämpfe selber sind komplex. Es gibt magische Felder mit den abgefucktesten Effekten (z.B. Reverse: Schaden wird in Heilung umgewandelt, Heilung in Schaden), unzählige Spezialfähigkeiten, Kombos (!!), AoE in jeder erdenklichen Form und man kann Verbündete werfen (who the fuck ist "Stoß"?).
Falls ich irgendwann mal den vierten und fünften Teil gespielt habe, widme ich der Serie vielleicht einen eigenen Post um ihre Genialität (und ihren Wahnsinn) ausgiebig zu preisen, für diesen Anlass soll es genug sein.
"Save the best for last", lautet ein Sprichwort an das ich mich heute gerne halte. Lediglich der erste Teil von Valkyria Chronicles ist außerhalb von Japan erschienen, zu allem Überfluss sind beide Nachfolger nur auf der PsP erschienen (und ich besitze keine solche), und genau diesen ersten Teil meine ich wenn ich von meinem Lieblings TBS nach Fire Emblem rede.
Das Ding macht wirklich alles anders. Statt seine Charaktere über ein Schachbrett zu schieben, übernimmt man selber die Kontrolle. Wenn ein Charakter gezogen wird wechselt das Spiel in die dritte Person und man steuert wie in einem Shooter, nur das man eine begrenzte Bewegungsreichweite hat und nur einmal schießen kann. Zudem wird man von Feinden unter Dauerfeuer genommen während man zieht, was das ganze manchmal echt nervenaufreibend macht (mit 1 HP einen Zug beenden).
Dass man Charaktere mehrmals ziehen darf (abhängig von einer Gesamtzahl möglicher Züge) ist auch alles andere als Standard.
Es gibt übrigens Panzer, die nur von AP Waffen verwundet werden können. Schafschützen haben eine verdammt große Reichweite und Scouts können wirklich verdammt weit laufen. Es gibt übrigens Minenfelder, die man umgehen oder mit einem Mechaniker außer Kraft setzen muss, und hatte ich erwähnt, dass man bei 0 HP nicht tot ist, sondern sterbend am Boden liegt und von einem Kameraden gerettet werden muss um dem Perma Death zu entgehen? Ach ja, jeder der Charakter hat eine eigene Zusammenstellung an passiv-aktiven Skills und eine ausführliche Hintergrundgeschichte. Wo ich gerade bei der Story bin, sie ist von höchster Güte, genau wie das Klassensystem. Es leveln nämlich nicht nur einzelne Charakter, sondern die ganze Klasse und wie die XP aufgeteilt werden kann ich selber bestimmen um mein Team balanciert zu halten. Die Missionen sind abwechslungsreich und fordernd und...
Ach was soll ich noch Worte verlieren. Valkyria Chronicles macht in meinen Augen nichts falsch, außer, dass die Nachfolger auf der PsP erschienen sind. Wenn ich so darüber nachdenke ist es eigentlich nicht mein zweit-liebstes TBS, es ist auf einer Augenhöhe mit Fire Emblem und wird bis ans Ende der Zeit in der Hall of Awesome neben den besten der Besten stehen.
Ich glaube hiermit habe ich fürs Erste alles gesagt, was ich zum besten aller Genres (eigene Meinung) zu sagen habe. Wenn mir noch mehr einfällt mache ich einfach mit Part IV weiter!
P.S. ich habe es in den letzten zwei Wochen noch nicht geschafft Fire Emblem Radiant Dawn durchzuspielen, aber es ist gut. Es ist wirklich gut. In Wochen wie diesen weiß ich, warum ich das Hobby überhaupt mache.
P.P.S. Eine Anekdote noch. Ich habe Valkyira Chronicles damals über Amazon bestellt und es kam Freitag Mittag an (ich war um 13 Uhr zuhause). Ich habe es sofort eingelegt und hatte es am Sonntag durch. Nicht weil es kurz ist. Game. Eat. Sleep. Repeat.
Diesmal geht es um die verschiedenen Spiele (von Fire Emblem abgesehen) die ich so im Laufe der Äonen gespielt habe.
Ich greife zunächst Advance Wars auf (insbesondere Teil 2, den ich länger gespielt habe), das ich bereits im letzten Teil angesprochen hatte.
Advance Wars unterscheidet sich von den anderen noch folgenden Titeln primär dadurch, dass es weder Rollenspiel Elemente noch RNG besitzt. Dass ich Letzteres für zu berechenbar und deshalb nicht so interessant halte, hatte ich bereits erwähnt.
Dass keine Erfahrungspunkte oder Einheiten übernommen werden, finde ich wiederum passend. Dadurch ist möglich auf ebenbürtiger Augenhöhe ein Match zu starten, was für die zahllosen Möglichkeiten an Multiplayer hervorragend ist.
Durch unterschiedliche Kommandanten, die bestimmen wie stark bestimmte Einheiten-Typen sind, erhält man das nötige Stückchen Individualisierung.
Wo ich gerade bei unterschiedlichen Einheiten-Typen bin, es gibt eine ganze Menge. Die Stärken und Schwächen sind gut ausbalanciert und jede Einheit hat ihre Daseinsberechtigung. Das simple gehaltene Wirtschaftssystem, trägt seinen Teil dazu bei, viele Einheiten aufs Feld zu bringen und gegeneinander auszuspielen.
Und das man das Ding zu bis zu vier Spielern auf einem Gameboy spielen konnte (sogar auf selbst gebauten Maps), rundet das Spiel perfekt ab. Es ist primär auf Multiplayer ausgelegt (bzw. PvE) und macht diesen Job gut.
Als nächstes verschütte ich ein paar Worte zur Heroes of Might & Magic Serie. Ich habe nur den vierten, den sechsten und den noch recht jungen Browsergame X MMO Teil gespielt, und die auch nicht so viel.
Mir gefällt an Might & Magic (die Abkürzung M&M wird bewusst vermieden) die Aufteilung in missionsspezifische Oberwelt und sondierte Kampfsequenzen. Die Oberwelt läuft, ebenso wie der Kampf, rundenbasiert ab. Allerdings geht es hier darum, möglichst weg-effizient über die Karte zu laufen und dabei eine Armee auszuheben um diese ins Feld zu führen.
Im Kampf stehen die Einheiten auf Schachbrett-Feldern (bzw. Hexagon-Felder) und spielen sich absolut klassisch.
Insgesamt cool, aber irgendwie fehlt der nötige Kick.
Der angesprochene MMO X Browsergame Ableger ist übrigens wirklich gut gelungen. Die Oberwelt fällt zwar weg, aber das Genre wurde geschickt mit den MMO und den Browsergame Aspekten vereint.
Ich habe ein paar Wochen lang regelmäßig gespielt, bis es mir dann irgendwann doch zu sehr Browsergame wurde (mag ich überhaupt nicht).
Der nächste Titel hat vor ein paar Jahren erstaunlich gute Presse gemacht. X-Com Enemy Unknown kam auch bei Nicht-Fans gut an und hat (zusammen mit Fire Emblem Awakening) wieder ein bisschen Licht auf das in Vergessenheit geratene Genre geworfen.
Ich muss allerdings sagen: mir hat der Titel nicht sonderlich gefallen. Ich werfe gerade einen Blick in meine Steam-Liste und stelle fest das ich ihn sogar nur 90 Minuten gespielt habe, bevor es mir zu doof war.
Mein ausschlaggebender Kritikpunkt ist die geringe Dynamik des Spiels. Hierzu führen mehrere Aspekte:
1. Perma-Death. Da man theoretisch immer neue Truppen ausheben kann, hat der Verlust eines Charakters Story-Technisch keine Konsequenzen. Allerdings wird der über mehrere Missionen gelevelte Charakter durch einen LvL 1er ersetzt und das ist wirklich nervig. Trotzdem wäre dieser Punkt gar nicht so schlimm, wenn da nicht Punkt 2 wäre.
2. Wenig HP. Eine Charakter stirbt nach gerade mal zwei Treffern. Man muss also immer darauf achten in Deckung zu bleiben und in Konsequenz dessen nur Deckungen zu nehmen, von denen man sicher weiß, dass sie nicht vom Gegner flankiert werden können. Das führt dazu, dass man viel zu oft gezwungen ist in Deckung auszuharren und maximal einen Kämpfer zu ziehen.
3. Wenige Charakter. In einer Mission befehligt man immer genau vier Krieger. Da hat man einfach wenige Möglichkeiten und dazu kommt Punkt 4.
4. Klassensystem ist ein Witz. Ja, ich ergreife an dieser Stelle mal ein paar klarere Worte. Die Klassen unterscheiden sich grundsätzlich eigentlich nur durch Reichweite und Schaden, wobei die Varianz nicht wirklich groß ist. Die über die Level freigeschalteten Fähigkeiten bringen im allgemeinen gar nichts. Ein Beispiel: Der Supporter hat die Fähigkeit "Sperrfeuer". Statt anzugreifen, kann er einen Feind (der wohlgemerkt in Feuerreichweite sein muss) unter Sperrfeuer legen, was dazu führt, dass der nächste Verbündete, der auf diesen Feind schießt eine geringfügig höhere Trefferchance hat. Und das war es auch schon! Ich greife nur mit einem Mann an statt mit Zweien, der dafür ~20% häufiger Trifft. In den Missionen, die ich gespielt habe, traf der Support mit mindestens 50% Chance, selbst in den schlechtesten Konstellationen.
Ich muss dem Spiel aber eingestehen, dass es über den Aufbau der Basis im weiteren Spielverlauf noch Potential ausgeschöpft hätte.
Ein Spiel das ich erst vorletztes Jahr mit der Ps Vita Version für mich entdeckt habe, ist Disgaea 3. Ich hatte in irgendeinem BzS erwähnt, dass mittlerweile auch der vierte Teil auf die Vita migriert ist und dass der fünfte Teil in Mache und März in den Läden ist, habe bisher aber noch nicht die Zeit gefunden mich damit zu beschäftigen (werde ich aber noch).
Disgaea 3 habe ich mir damals in gewisser Weise blind gekauft. Ich hatte noch nicht viel für die Vita und hörte von einem TBS, das viel Spielzeit und -tiefe mit sich bringt.
Ich wurde in keinem Punkt enttäuscht. Es gibt viel zu tun (unendlich viel wenn ich zufällige Dungeons mit steigender Schwierigkeit bedenke), das Rollenspiel-System ist sehr komplex und vielschichtig (und ich zweifle daran, alles durchschaut zu haben) und die Story ist auf eine humoristische Weise genial ("We need a sunny-side-up dragonegg with hot sauce").
Sogar die Kämpfe selber sind komplex. Es gibt magische Felder mit den abgefucktesten Effekten (z.B. Reverse: Schaden wird in Heilung umgewandelt, Heilung in Schaden), unzählige Spezialfähigkeiten, Kombos (!!), AoE in jeder erdenklichen Form und man kann Verbündete werfen (who the fuck ist "Stoß"?).
Falls ich irgendwann mal den vierten und fünften Teil gespielt habe, widme ich der Serie vielleicht einen eigenen Post um ihre Genialität (und ihren Wahnsinn) ausgiebig zu preisen, für diesen Anlass soll es genug sein.
"Save the best for last", lautet ein Sprichwort an das ich mich heute gerne halte. Lediglich der erste Teil von Valkyria Chronicles ist außerhalb von Japan erschienen, zu allem Überfluss sind beide Nachfolger nur auf der PsP erschienen (und ich besitze keine solche), und genau diesen ersten Teil meine ich wenn ich von meinem Lieblings TBS nach Fire Emblem rede.
Das Ding macht wirklich alles anders. Statt seine Charaktere über ein Schachbrett zu schieben, übernimmt man selber die Kontrolle. Wenn ein Charakter gezogen wird wechselt das Spiel in die dritte Person und man steuert wie in einem Shooter, nur das man eine begrenzte Bewegungsreichweite hat und nur einmal schießen kann. Zudem wird man von Feinden unter Dauerfeuer genommen während man zieht, was das ganze manchmal echt nervenaufreibend macht (mit 1 HP einen Zug beenden).
Dass man Charaktere mehrmals ziehen darf (abhängig von einer Gesamtzahl möglicher Züge) ist auch alles andere als Standard.
Es gibt übrigens Panzer, die nur von AP Waffen verwundet werden können. Schafschützen haben eine verdammt große Reichweite und Scouts können wirklich verdammt weit laufen. Es gibt übrigens Minenfelder, die man umgehen oder mit einem Mechaniker außer Kraft setzen muss, und hatte ich erwähnt, dass man bei 0 HP nicht tot ist, sondern sterbend am Boden liegt und von einem Kameraden gerettet werden muss um dem Perma Death zu entgehen? Ach ja, jeder der Charakter hat eine eigene Zusammenstellung an passiv-aktiven Skills und eine ausführliche Hintergrundgeschichte. Wo ich gerade bei der Story bin, sie ist von höchster Güte, genau wie das Klassensystem. Es leveln nämlich nicht nur einzelne Charakter, sondern die ganze Klasse und wie die XP aufgeteilt werden kann ich selber bestimmen um mein Team balanciert zu halten. Die Missionen sind abwechslungsreich und fordernd und...
Ach was soll ich noch Worte verlieren. Valkyria Chronicles macht in meinen Augen nichts falsch, außer, dass die Nachfolger auf der PsP erschienen sind. Wenn ich so darüber nachdenke ist es eigentlich nicht mein zweit-liebstes TBS, es ist auf einer Augenhöhe mit Fire Emblem und wird bis ans Ende der Zeit in der Hall of Awesome neben den besten der Besten stehen.
Ich glaube hiermit habe ich fürs Erste alles gesagt, was ich zum besten aller Genres (eigene Meinung) zu sagen habe. Wenn mir noch mehr einfällt mache ich einfach mit Part IV weiter!
P.S. ich habe es in den letzten zwei Wochen noch nicht geschafft Fire Emblem Radiant Dawn durchzuspielen, aber es ist gut. Es ist wirklich gut. In Wochen wie diesen weiß ich, warum ich das Hobby überhaupt mache.
P.P.S. Eine Anekdote noch. Ich habe Valkyira Chronicles damals über Amazon bestellt und es kam Freitag Mittag an (ich war um 13 Uhr zuhause). Ich habe es sofort eingelegt und hatte es am Sonntag durch. Nicht weil es kurz ist. Game. Eat. Sleep. Repeat.
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